Slotnikow
Jurij Saveljewitsch
geboren 1930 in Moskau
Wohnort Moskau
Ausbildung:
SURIKOV-Kunsthochschule von 1943 bis 1950
Trainee am Moskauer Bolshoj-Theater als Maler und Dekorateur von 1954-55
ab 1955 Arbeit als Maler und Illustrator für verschiedene Verlage in Moskau
ab 1956 Arbeit als Maler in 2 Kunstrichtungen,
Neorealismus and abstrakter Expressionismus
Arbeit in geometrischer Abstraktion seit 1958, entwickelt
das sog. "Signalsystem", in dem sich das Interesse auf
semantische Analyse der Farbstruktur konzentriert
Zusammenarbeit mit Psychologen und Mathematikern
Künstlerisches Credo
"Russische Utopie, das ist Malewitsch, Kandinskij, Tschekrygin - das alles bildet den Hintergrund - den Boden der russischen Avantgare.
In den 50er Jahren beeindruckt mich die amerikanische Schule - Mondrian, Pollock.
Frankreich ist Hünter der Mittelmeerkultur. Cézanne und alles, was von ihm abgeleitet wird, ist für mich wichtig. Arbeit am zeichnerischen System, Interesse am Raum. Analyse und eigenes Verständnis des Prozesses malerischer Schöpfung führt mich nicht weg von der spontanen Intuition, was mir als Allerwichtigstes erscheint.
Ich befinde mich in einem Entwicklungsprozeß, und wenn ich früher gern Dinge bestimmt und systematisiert habe, so bewege ich mich in der letzten Zeit wie ein Blinder; wichtig ist für mich die Kultur und ihre Stabilität."
Ausstellungen
- In den 50er Jahren Ausstellungen in Privatwohnungen
- Teilnahme an Moskauer, Republik- und Allunions-Ausstellungen an 1966
- Ausstellung "Labyrinth"*, Moskau, 1988
* Labyrinth - Titel der Ausstellung schopferischer Vereinigungen der Stadt Moskau im Palast der Jugend am Komsomolskij Prospekt, Juni/August 1988